Folgende Veranstaltungen, die durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz unterstützt und gefördert werden, finden in den kommenden Wochen statt:

Jugendforum vor Ort: Jugenddialog Wawern
Freitag, 8. Mai, 17:00 Uhr
Bürgerhaus; 54441 Wawern
Weitere Infos >hier<

Treffen Demokratiebündnis
Montag, 1. Juni, 17:00 Uhr
Konzer-Doktor-Bürgersaal; Wiltinger Straße 10 - 12, 54329 Konz

Veranstaltung "Diversität verbindet - Fokusland Eritrea"
Samstag, 6. Juni, 16:30 Uhr
Konzer-Doktor-Bürgersaal; Wiltinger Straße 10 - 12, 54329 Konz
Weitere Infos >hier<

Der Beirat für Migration und Integration der Stadt Konz organisiert in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe „Diversität verbindet: Frauen, Teilhabe & Rechte – Stimmen aus vier Ländern“.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im März mit dem Fokus auf den Iran findet am Samstag, 6. Juni 2026, 16:30 – 19:15 Uhr im Konzer-Doktor-Bürgersaal, Wiltinger Str. 10–12, Konz die nächste Veranstaltung statt.

Im Fokus steht diesmal Eritrea und die Situation der Frauen in diesem Land. Auf dem Programm steht dazu eine Präsentation über Themen wie Teilhabe, Sicherheit, (Wahl)rechte sowie über die familiäre, schulische, berufliche und politische Situation in Eritrea. Natürlich bleibt auch für Fragen und Austausch in einem offenen, einladenden Rahmen ausreichend Zeit.

Alle Interessierten – Bürgerinnen und Bürger, Frauen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte und deren Familien, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Vereinen, Beratungsstellen, Schulen, Ehrenamt und Integrationsarbeit sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik – sind herzlich willkommen.

Seit vielen Jahren werden im Rahmen des Formates "Politischer Salon Konz" Themen angesprochen und diskutiert, die von großer gesellschaftlicher Relevanz sind und Einfluss auf das (Zusammen)leben der Menschen in der Region haben. So wurde am 15. März über die Gesundheitsversorgung und die Situation der Krankenhäuser in der Region Konz diskutiert.

Gesundheitsreformen: Fakten und Gefühle
Aktuelle Diskussionen zum Thema „Krankenhaus“ werden überwiegend emotional geführt. Gerade im Raum Trier plädieren viele Menschen für den Erhalt der kleineren Krankenhäuser in der Umgebung, nicht nur, aber auch, um im Notfall schnell ein Krankenhaus erreichen  zu können. Doch können diese Krankenhäuser diese Erwartung auch erfüllen – und wie ist die wirtschaftliche Situation von Krankenhäusern wirklich?

Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Krankenhaus und das Gesundheitswesen insgesamt beschäftigte sich der Politische Salon Konz in seiner Veranstaltung am 15.3.2026 unter dem Thema „Kranke(n) Häuser – Profit oder Patientenwohl?“. Ausgangspunkt waren einige durchaus provokante Thesen von Andreas Degelmann, Geschäftsführer der Augustinusgruppe in Neuss, die dort u.a. mehrere Krankenhäuser betreibt: „Es gibt keinen Pflegenotstand“, „Überkapazitäten sind die Regel“ oder auch: „Lauterbach hatte mit seiner Krankenhausreform grundsätzlich Recht – in Nordrhein-Westfalen funktioniert sein Ansatz auch bereits“.

Zu diesen Thesen und weiteren Argumenten des Referenten ergab sich eine angeregte Diskussion der mehr als 20 teilweise nachdenklich wirkenden Teilnehmer. Eine kleine Umfrage zeigte, dass einige der Anwesenden im Fall der Fälle (Orthopädie) weiter entfernte Fachkliniken bevorzugen, selbst wenn das nahegelegene Krankenhaus genau diese Fachabteilung aufweist. Anders ausgedrückt: Patientenpräferenzen wirken sich durchaus auch auf die Standortentscheidung von Krankenhäusern aus. Auch garantiert die Nähe eines Krankenhauses keineswegs die erwartete Notfallversorgung: Es gibt immer wieder Situationen, in denen der Notfallpatient vom am nächsten gelegenen (Land-) Krankenhaus in eine Spezialklinik verlegt werden muss, was zu einer (weiteren) zusätzlichen zeitlichen Verzögerung führen kann.

Trotzdem sind all das keine grundsätzlichen Argumente gegen kleinere Krankenhäuser, auch wenn einige Anpassungen durchaus unausweichlich erscheinen. Dabei muss deutlich zwischen strukturschwachen und städtisch geprägten Regionen unterschieden werden. Die Situationen von Krankenhäusern in Prüm einerseits und Hermeskeil – einem Beispiel, wo die Umwandlung in eine Regioklinik bereits erfolgreich umgesetzt wurde – oder Saarburg andererseits sind aufgrund der vorhandenen oder gerade fehlenden Nähe zu Großkrankenhäusern verschieden. Dem trage – so der Referent der Veranstaltung - die aktuell leicht abgemilderte Krankenhausreform der derzeitigen Gesundheitsministerin auch Rechnung – Schlagworte seien „Vorhalteleistung“, „Sockelbetrag“ oder „Sicherungszulage“.

In der Diskussion ging es aber auch um mehr grundsätzliche Aspekte der deutschen Gesundheitsvorsorge. Wie der Referent darlegte, funktionieren Privatkliniken grundsätzlich profitabler als solche unter Führung von karitativen Organisationen und diese wiederum wirtschaftlicher besser als solche in kommunaler Trägerschaft. Gerade im Bereich der Prozesssteuerung und Effizienz gelten privat geführte Kliniken häufig anderen Kliniken gegenüber als überlegen, wobei dies aber immer wieder auch zu Lasten notwendiger Investitionen geht. Auch sind Privatkliniken vor allem in städtischen Räumen keineswegs vor Insolvenz gefeit.

Auch wenn Krankenhäuser im Mittelpunkt standen, so wurden doch auch andere Themen zumindest erwähnt. Dazu gehörten die trotz wiederholter Versprechungen von Seiten der Politik seit mehr als 10 Jahren unveränderten Fallpauschalen der Apotheken, die Vielzahl der Krankenkassen und die Frage, in wieweit Deutschland im Gesundheitssektor auf den Bündnisfall vorbereitet ist. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Diskussionen in kleineren Kreisen nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung bei einem Glas Wasser, Saft oder Wein noch weitergingen.

(Text: Orgateam Politischer Salon Konz)

Jugendliche, die einen Jugendaktionstag organisieren und sich über Themen austauschen, die sie bewegen, oder sich im Rahmen einer Jugendtour auf die Spuren der Demokratie begeben, um aus der Vergangenheit zu lernen; engagierte Frauen, die die Entwicklung rund um das Thema „Frauenrechte“ sowie „Frauen, die Politik machen/machten“ in den vergangenen 100 Jahren aufarbeiten und diese in einer Wanderausstellung präsentieren; Schüler:innen, die sich mit dem Schicksal der jüdischen Opfer der NS-Diktatur und dem aktuell zu beobachtenden Antisemitismus auseinandersetzen; Interessierte, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wehrhafte Demokratie“ die Arbeit staatlicher Akteure zum Schutz der Demokratie in den Blick nehmen oder im Rahmen der Reihe „80 Jahre Kriegsende in Europa“ dafür sensibilisiert werden, sich kritisch mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen; sowie Schulen und Kitas, die anlässlich des Vorlesetags das Thema „Vorlesen spricht deine Sprache“ aufgreifen – all das sind Projekte, die im Jahr 2025 durch die PfD in der VG Konz unterstützt wurden.

Auch im Kalenderjahr 2026 soll die Arbeit der PfD gemeinsam mit lokalen Initiativen und Akteur:innen fortgesetzt werden. Nachdem vor einigen Tagen der lange erwartete Förderbescheid eingegangen ist können ab sofort Projektanträge bewilligt werden!

Haben auch Sie Ideen für Projekte, die sich für die Förderung der Demokratie, für Vielfalt und gegen Extremismus einsetzen? Gerne unterstützen wir motivierte Menschen, Gruppen und Vereine in ihrem Engagement für die Demokratie vor Ort und entwickeln gemeinsam mit ihnen passende Angebote und Projekte.

Die Mitarbeiter:innen der Koordinierungs- und Fachstelle stehen Ihnen für Anfragen unter der Telefonnummer 06501 94050 oder per E-Mail an info@demokratie-leben-konz.de gerne zur Verfügung.

Seit vielen Jahren bietet der "Politische Salon Konz" einen Raum um über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Am Sonntag, 15. März von 11 - 13 Uhr lädt die Initiative, die von politisch interessierten Konzer Bürger:innen ins Leben gerufen wurde, in den Konzer-Doktor Bürgersaal, Wiltinger Straße 10 - 12 in Konz ein. Im Vordergrund steht die Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Sicht der Dinge einzubringen, einen Standpunkt zu vertreten, auch wenn sie dabei noch unsicher sind, aber auch ohne Scheu Fragen zu stellen, auf die vielleicht niemand eine Antwort hat. In diesem Sinn wurden vom Politischen Salon schon etliche brisante und auch schwierige Themen erörtert. Inhaltlich beschäftigt sich die Initiative diesmal mit dem Thema Krankenhäuser – oder Kranke Häuser?.

Trier, Saarburg, Daun, Gerolstein, Bitburg, Ehrang, Hermeskeil, Prüm – was haben all diese Orte gemeinsam? Sie alle haben oder zumindest hatten wenigstens ein Krankenhaus. In den letzten Jahren, teilweise Jahrzehnten, sind einige davon verschwunden, wenige gewachsen und der Rest musste das medizinische Angebot verkleinern. Und das alles geschah aus einem Grund: Krankenhäuser sind sehr (zu?) teuer, wie übrigens alle anderen Bereiche des Gesundheitswesens in Deutschland auch. Um die Kosten zumindest einigermaßen im Griff zu behalten und damit die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht noch weiter ansteigen lassen zu müssen, gab es scheinbar nur eine Lösung: Krankenhäuser mussten weg oder ihr medizinisches Angebot anpassen. Die einzige Alternative schien die Bildung großer Krankenhäuser mit einem all umfassenden medizinischen Angebot zu sein. Derzeit gibt es noch weiter über 1000 Krankenhäuser in Deutschland, aber schon 2019 berechnete die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie, dass die optimale Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland „weit unter 600 liegen würde“.

Damit scheint klar, dass noch viel mehr Krankenhäuser geschlossen werden müssen. Unter rein kostenmäßigen Aspekten scheint das auf den ersten Blick auch unausweichlich. Doch gibt es keine Alternative? Sind Krankenhäuser wirklich nur eins, Kostenverursacher? Denn eigentlich sollen sie doch kranken Menschen helfen – geht also Ökonomie über Gesundheit?

Wie ist es dazu gekommen? Wer betreibt in Deutschland Krankenhäuser und wie sind sie finanziert? Haben wir jetzt zu viele oder vielleicht sogar zu wenige Krankenhäuser? Und wie ist das in unserer Region? Welche Rolle spielen private Krankenhäuser, die nicht nur Patienten versorgen, sondern auch Rendite abwerfen sollen?

Darüber soll geredet werden – und zwar auf der nächsten Veranstaltung des Politischen Salons Konz am 15. März unter dem Thema „Kranke(n) Häuser – Profit oder Patientenwohl?“. Es ist gelungen, hierfür einen renommierten Fachmann auf diesem Gebiet zu engagieren. Herr Andreas Degelmann ist einer der führenden Köpfe der Augustinusgruppe in Neuss, die dort u.a. mehrere Krankenhäuser betreibt. Er wird auf all diese Fragen eingehen und damit die Grundlage für eine sicherlich interessante Diskussion nicht nur über Krankenhäuser, sondern das Gesundheitswesen in Deutschland allgemein legen.

(Text: Orgateam Politischer Salon Konz)

Das Angebot wird unterstützt durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".